75 Jahre Ende des 2. Weltkriegs

8. MAI 1945: TAG DER BEFREIUNG

Die CDU Solingen gedenkt des 75. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges am 8. Mai 1945.

Bei den Verhandlungen im Hauptquartier der alliierten Streitkräfte in Reims wurde am 7. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte vereinbart und unterzeichnet. Als Zeitpunkt für die Einstellung aller Kampfhandlungen in Europa wurde der 8. Mai, 23.01 Uhr festgelegt. Um auch die Kämpfe zwischen sowjetischen und deutschen Truppen verbindlich zu beenden, erfolgte am späten Abend des 8. Mai im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst durch die Oberbefehlshaber der Teilstreitkräfte der Wehrmacht eine erneute Gegenzeichnung der Kapitulationserklärung. Der 8. Mai 1945 bedeutete damit das Ende des 2. Weltkrieges in Europa.
 
Für die Deutschen war mit dem 8. Mai einerseits das Ende von Bombennächten und der Angst um das eigene nackte Überleben an der Front verbunden, aber auch der sorgenvolle Blick in eine völlig ungewisse Zukunft: Das eigene Land lag zerstört am Boden. Wie würden die Alliierten als Besatzer mit dem ehemaligen Kriegsgegner umgehen? Würde man die eigenen Angehörigen an der Front bzw. in der Heimat je wiedersehen? Würde man die in Schutt und Asche liegenden Städte je wieder aufbauen können?
 
"Vor allem war der 8. Mai 1945 aber ein Tag der Befreiung, der Befreiung von einer menschenverachtenden, brutalen, den Wert des Individuums mit Füßen tretenden Diktatur und Gewaltherrschaft", betont CDU-Kreisvorsitzender Sebastian Haug. "Es ist das historische Verdienst des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, dies in seiner großen Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes 1985 erstmals so unmissverständlich ausgesprochen zu haben", fährt Haug fort. Nur wer sich der eigenen Vergangenheit stelle, gewinne die Freiheit und Souveränität, aus ihr die richtigen Folgerungen für die Zukunft zu ziehen. "Der 8. Mai 1945 war die Voraussetzung für das Entstehen einer Demokratie und eines Rechtsstaates auf deutschem Boden, wenn auch zunächst nur im westlichen Teil des Landes. Er war für uns Deutsche auch die Voraussetzung für Vertrauensbildung und Versöhnung mit unseren Nachbarn, letztendlich auch für die europäische Einigungsbewegung, die ab den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts Stück für Stück in praktische Politik umgesetzt wurde - und das mit ehemaligen Kriegsgegnern!", zieht Haug Bilanz.

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