Am Anfang war der Adenauer - 70 Jahre Kanzlerwahl!

Am 15. September 1949 wurde Dr. Konrad Adenauer vom Bundestag mit der Mehrheit von einer Stimme - seiner eigenen - zum ersten deutschen Bundeskanzler gewählt.

Deutschland lag in Trümmern, war geteilt und stand unter Besatzung. Unser Bild im Ausland war geprägt von den 12 Jahren NS-Diktatur, dem zweiten Weltkrieg und den Konzentrations- und Vernichtungslagern.

"Niemand hat die junge Bundesrepublik, ihren Aufbau und wirtschaftlichen Aufstieg, die Rückgewinnung von Vertrauen und die Aufnahme in die Gemeinschaft der freien Völker stärker verkörpert als Konrad Adenauer", betont CDU-Kreisvorsitzender Sebastian Haug. 

Die CDU Solingen möchte daher vier der entscheidenden Projekte seiner Kanzlerschaft zum Jubiläum seiner Wahl gesondert hervorheben:

  • Westbindung

In der schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg entstehenden Konfrontation zwischen Ost und West verstand es Adenauer, die Bundesrepublik in die Gemeinschaft der westlichen Demokratien einzubinden. Größten Wert legte er auf freundschaftliche Beziehungen zu den USA, besonders auf ein persönlich vertrauensvolles Verhältnis zu Präsident Eisenhower und Außenminister Dulles, die beide zu entscheidenen Befürwortern einer Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO 1955 wurden.

Die dabei entstandene enge Partnerschaft zwischen beiden Staaten war eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Wiedervereinigung Deutschlands in Frieden und Freiheit.

  • Versöhnung mit Frankreich und Europäische Einigung

"Sein für ihn wohl wichtigstes außenpolitischen Herzensanliegen war die Versöhnung mit Frankreich - eine absolut singuläre historische Leistung nach einer jahrhundertealten "Erbfeindschaft" und allein drei Kriegen innerhalb von 75 Jahren!", erinnert Haug. Während seiner Regierungszeit wurde die Bundesrepublik gemeinsam mit Frankreich 1957 ein Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Der Grundstein für die heutige Europäische Union war gelegt! 

  • soziale Marktwirtschaft

Gemeinsam mit seinem Wirtschaftsminister Ludwig Erhard setzte er gegen viele innenpolitische Widerstände die Wirtschaftsordnung der sozialen Marktwirtschaft gegen alle planwirtschaftlichen Gedankenspiele durch. Durch sie und durch die Leistungsbereitschaft der Bevölkerung - trotz aller Entbehrungen durch Kriegs- und Nachkriegszeit - konnte es zum beispiellosen wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesrepublik mit Vollbeschäftigung ab Ende der 50er Jahre kommen.

Wegweisende sozialpolitische Weichenstellungen waren unter anderem die Einführung der dynamischen Rente und das Mutterschutzgesetz.

  • Vertriebene und Kriegsgefangene

Während Adenauers Kanzlerschaft gelang es auch, fast acht Millionen Vertriebene und Kriegsflüchtlinge zu integrieren: Nach dem zweiten Weltkrieg verlor Deutschland sämtliche Gebiete östlich von Oder und Neiße. Die von dort Vertriebenen wurden in der Bundesrepublik aufgenommen, zusätzlich zu Hunderttausenden, die bis 1961 aus der DDR flüchteten. Im September 1955 reiste der Bundeskanzler nach Moskau erreichte in zähen Verhandlungen (Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion) die Heimkehr der letzten deutschen Kriegsgefangenen.

"Unser heutiges Deutschland, unsere gefestigte parlamentarische Demokratie und unser Platz im Konzert der freien Völker basiert ganz wesentlich auf der Lebensleistung unseres ersten Bundeskanzlers. Wir haben allen Grund, ihm für sein Wirken zutiefst dankbar zu sein", so Haug abschließend.

Für weitere Informationen:

Nina Ganzer-Hensel, Tel.-Nr.: 0212 - 64 54 64 0 

Zurück